Wilfried Büchse

Wilfried Büchse - Köthen

Diplom-Physiker, alt-katholischer Priester


Persönliche Interessen

Elektro-, Radio- und Fernmelde-Technik

  • 1954 - Zu meinem 12. Geburtstag Anfang Januar bekam ich von meiner Schwester Edeltraud
    ein Buch geschenkt, und zwar "Mit Spulen, Draht und Morsetaste" von Martin Selber.
    Buch Damit hatte meine Schwester - vielleicht ohne es zu ahnen -
    eine Weiche für mein späteres Berufsleben gestellt,
    denn dieses Buch machte mich zum begeisterten Elektro- und Radiobastler.
    Schon nach kurzer Zeit hatte ich ein Haustelefon für 2 Teilnehmer sowie
    einen Detektor-Radio-Empfänger (ohne Stromquelle, nur Kopfhörer) gebastelt.
    Im Dezember desselben Jahres hatte ich dann auch ein richtiges Radio fertig ("Einkreiser" mit 2 Röhren des Typs RV12P2000).
    Und so ging das weiter:
  • 1956 - 6-Kreis-Superhet-Radio (K/M/L) mit 5 Röhren,
  • 1959 - 11-Kreis-UKW-Empfänger gebaut.
  • 1961ff - als Student Nebenverdienst mit Reparatur von Fernsehgeräten
  • 1969 - Haustelefonanlage für 8 Teilnehmer (mit Wählvermittlung auf Relais-Basis) entworfen und gebaut - in Benutzung bis zum Jahr 2000.

Fotografieren und Fototechnik

Meinen ersten Fotoapparat bekam ich 1954. Es war eine ganz einfache Rollfilmkamera 6 × 6 für etwa 30 Mark mit nur drei Blendenwerten (8, 11 und 16) sowie zwei Verschlussöffnungen (Momentaufnahme 1/25 Sekunde und Zeitaufnahme).

Die aufgenommenen Fotos konnte man billiger haben, wenn man sie selber machte. Dazu brauchte man eine Dunkelkammer mit der zugehörigen Einrichtung. Einen Raum für die Dunkelkammer gab es in der Wohnung meiner Eltern - eine fensterlose Besenkammer von etwa 2 m² Größe (Bild).

Zum Filme Entwickeln brauchte man eine Entwickler­dose und die Lösungen von Entwickler- und Fixiersalz. Damals konnte man das alles in einer Drogerie kaufen. Man musste den Film bei völliger Dunkelheit aus dem Fotoapparat herausnehmen und in die Entwicklerdose einlegen. Dann konnte man das Licht wieder einschalten, denn die Dose war lichtdicht. Die Entwicklerlösung wurde in die Dose eingefüllt und nach einer festgelegten Zeit wieder ausgegossen, die Dose mit Wasser gespült und die Fixierlösung eingefüllt. Nach 10 Minuten wurde letztere wieder ausgegossen, wiederum mit Wasser gespült und schließlich der Film zum Trocknen aufgehängt.

Das zum Papierbilder Herstellen benötigte Fotopapier gab es in der Drogerie in Schachteln zu 100 Blatt. So eine Packung kostete etwa drei Mark. Die benötigte Dunkel­kammerlampe (schwaches grünes Licht) habe ich selbst gebaut aus Sperrholz und Aluminiumblech, mit einer normalen Glühlampe und einem käuflichen Dunkelkammer-Grünfilter davor. Zum Entwickeln der Bilder brauchte ich drei flache Schalen mit Entwickler-, Unterbrecher- und Fixierbad, sowie einen Wasserbehälter für die Schlusswässerung. Die nassen Bilder wurden dann zum Trocknen auf Fließ- oder Zeitungspapier einzeln ausgelegt, oder besser in eine Hochglanz-Trockenpresse gegeben.

Von Rollfilmen wurden die Papierbilder als Kontaktabzüge (ohne Vergrößerung) in der Größe 6 × 6 cm² hergestellt. Den dazu benötigten Lichtkasten habe ich aus Sperrholz selbst gebaut.

Im Jahre 1958 habe ich einen gebrauchten Fotoapparat mit der Bezeichnung „Beltica" gekauft. Das war eine Kleinbildkamera (24 × 36 mm²) mit einem guten Objektiv (Zeiss Tessar 3,5/50) und Verschlusszeiten von 1/500 Sekunde bis zu 1 Sekunde. Für die Aufnahmen von dieser Kamera brauchte ich jetzt natürlich einen Vergrößerungsapparat. Den habe ich selbst gebaut, und zwar aus Sperrholz den Lichtkasten, an dem sich im unteren Teil eine Führung zum Durchziehen des Negativfilms sowie eine Halterung zum Ansetzen einer Plattenkamera befanden, in der sich das für das Herstellen der Abbildung benötigte Objektiv befand. Eine alte Plattenkamera konnte ich damals ziemlich billig kaufen. Natürlich gehörte zum Vergrößerungsapparat eine Art Stativ, d.h. eine Grundplatte aus Holz, darauf ein Standrohr mit einem höhenverstellbaren Arm, an dessen vorderem Ende sich der Lichtkasten befand, der mit dem eingelegten Film und der vorgesetzten Plattenkamera wie ein Projektor wirkte und das Bild auf dem auf der Grundplatte in einer Art Kassette liegenden Fotopapier mit dem gewünschten Vergrößerungsfaktor herstellte.

Informatik

  • 1977 programmierbaren Taschenrechner (Texas Instr. "SR-56", 100 Schritte) "bekommen"
    (geschenkt aus dem "Westen" - man bedenke, daß es in der DDR (also bis 1990) so etwas
    nicht zu kaufen gab!) und dann aus Begeisterung 3 Monate in jeder freien Minute nur programmiert
    (bis zum Berechnen von Integralen)
  • 1987 Pocket-Computer Sharp PC-1247 (4 kB RAM !!!) bekommen
    und darauf in BASIC (ROM-resident) programmiert
  • 1988 Home-Computer Commodore-Plus/4 (64 kB RAM) bekommen
    und darauf neben BASIC auch in ASSEMBLER programmiert -
    auch das damals unter Plus/4-Freunden weithin bekannte TARDOS
    (eine Art Datei-Manager inkl. RAM-Disk)
  • Ab 1991 am echten PC neben der beruflichen Arbeit auch noch Hobby-Programmierung,
    z.B. das Programm mit den Lissajous-Figuren (etwas für Physiker)
  • Mit Computer Orgel spielen

Kirche und Theologie

  • Kirchengeschichte, Dogmatik, Liturgie - besonders byzantinische (slawisch und griechisch)
  • Musik

  • von der Gregorianik über J.S. Bach (als Schwerpunkt) bis zum Ende des 19. Jahrhunderts,
  • auch noch Operetten, echte Volksmusik aus den Alpen und ein wenig Jazz.
  • aktiv: Gesang (vor allem kirchlich) und ein wenig Orgelspiel, früher Blockflöte und Gitarre,
    sogar mal ein bißchen komponiert: kleine Stücke für Flöte und Klavier und einen Kanon.
  • Fremdsprachen und Dialekte

  • gut bis sehr gut: Englisch, Tschechisch/Slowakisch und Russisch
  • Verständigung: Niederländisch, Polnisch
  • Grundkenntnisse: Italienisch, Französisch, Latein, Alt-Griechisch, Neu-Griechisch
    • Außerdem großes Interesse für deutsche Dialekte.
      Natürlich kann ich noch einigermaßen meinen Tetschner Heimatdialekt.
      Wenn es sein muss, kann ich auch a bisserl Kuchlböhmisch.
      Auf besonderen Wunsch auch Schlesisch.
      Kann mich sogar einigermaßen auf bayrisch verständigen ...
      Nebenbei auch noch Köthener Anhaltisch, Berlinisch und Obersächsisch.

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